100 Jahre Röhr Auto AG – Kunst trifft Technik
Ausstellungseröffnung im Museum Ober-Ramstadt am 26. April 2026 um 15.00 Uhr
Große Räder, weich geschwungene Formen und ein verchromter Kühlergrill als Orgie in Chrom, die sich in den Frontscheinwerfern oder den Stoßstangen fortsetzt - der Röhr 8 war und ist eine automobile Schönheit. Vor 100 Jahren, im Oktober 1926, begann auf dem Ober-Ramstädter Industriegelände „Im Ochsenbruch“ die Produktion eines wahren Meisterstücks der deutschen Automobilgeschichte: Der Röhr 8/40 mit einem 2,25-Liter Achtzylinder-Motor erwies sich aufgrund seiner modernen Konstruktionsprinzipien als richtungsweisend für den Automobilbau. Mit Einzelradaufhängung, Zahnstangenlenkung sowie Tiefbettkastenrahmen aus Stahlblech verfügte er über eine überragende Straßenlage und für die damalige Zeit außergewöhnliche Fahreigenschaften. Die Karosserie lag aufgrund des Tiefbettkastenrahmens auffallend niedrig. Die tiefliegende Sitzposition sorgte für ein komfortables Fahren, da die hinteren Sitze nicht über, sondern vor der Hinterachse lagen. Er galt als der der „sicherste Wagen der Welt“.
In den 1920er Jahren wandelten sich Autos von reinen Nutzgegenständen zu luxuriösen, stilvollen Fortbewegungsmitteln. Die Schönheit dieser Fahrzeuge war geprägt von eleganten Linien, offenen Karosserien und dem beginnenden Streben nach Geschwindigkeit und Luxus. Die von Hans Gustav Röhr und seinen Mitarbeitern geschaffenen Autos spiegelten diese Wandlung in perfekter Weise.
In der neuesten Sonderausstellung des Ober-Ramstädter Museums nähern sich Künstlerinnen und Künstler der Künstlergemeinschaft Ober-Ramstadt sowie von „Kunst für uns“ aus Roßdorf diesen spektakulären Autos. Unter dem Motto „Kunst trifft Technik“ verleihen sie dem besonderen Charme dieser Wagen auf vielfältige Art Ausdruck. Die Werke werden neben dem Sonderausstellungsraum auch in anderen Teilen des Museums zu sehen sein – so tritt Kunst in Dialog mit Fahrzeugen und Technik.
Die Eröffnung findet am 26. April 2026 um 15.00 Uhr im Sonderausstellungsraum des Museums (Otto-Weber-Anlage 1) statt. Bei schönem Wetter öffnet unser Museumscafé mit leckeren, selbst gebackenen Kuchen. Die Schau kann dann bis zum 18. Oktober 2026 sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr besichtigt werden.