Vorträge und Termine im Winterhalbjahr 2026/27
06.11.2026 19.30 Uhr - Vortrag im Scheunensaal der Hammermühle
"Gewalträume. Das Leben des Karl Wacker (1897-1944) aus Nieder-Ramstadt."
Dr. Matthias Rohde
20.11.2026 18.00 Uhr – „Zwiwweldunkselesse“ mit Mundartlesung
Lichtenbergschänke Ober-Ramstadt, Steinrehweg 2
03.12.2026 19.30 Uhr – Vortrag im Scheunensaal der Hammermühle
„Die Geschichte der Wasserversorgung von Ober-Ramstadt“
Sebastian Weißgerber
01.01.2027 13.30 Uhr - Neujahrsspaziergang am Reinheimer Teich
mit Führung und Erklärungen von Fritz Fornoff
08.01.2027 19.30 Uhr - Filmvortrag
„Sizilien – Schmelztiegel der Kulturen“
Bernhard und Gerti Hein
05.02.2027 19.30 Uhr – Vortrag im Scheunensaal der Hammermühle
„Die Funkmessstelle ‚Däumling‘ auf dem Eiche während des Zweiten Weltkriegs“
Reinhold Reinmöller
05.03.2027 19.30 Uhr - Filmpräsentation in der Stadthalle Ober-Ramstadt
Expedtition Wildnis Vol 3 - Wälder und Ozeane
Reinhard Mink
"Gewalträume. Das Leben des Karl Wacker (1897-1944) aus Nieder-Ramstadt."
Zu einem weiteren interessanten Vortrag laden wir Sie herzlich ein.
Am Freitag, den 06. November 2026, 19.30 Uhr,
im Scheunensaal der Hammermühle Ober-Ramstadt berichtet Dr. Matthias Rohde über
„Gewalträume - das Leben des Karl Wacker (1897-1944) aus Nieder-Ramstadt“.
Im März 1929 erschoss Karl Wacker seine Frau Sophie auf ihrem Bauernhof in Schönnen bei Erbach im Odenwald. Aus einer erfolgreichen Unternehmerfamilie stammend – sein Vater
Philipp war Mitgründer von „Wacker & Doerr“, damals ein führender Betrieb im Landkreis Darmstadt-Dieburg – erscheint seine Einordnung als Täter aufgrund der vorliegenden Beweise
klar. Diese Tat bildete den schrecklichen Abschluss einer längeren Phase familiärer Auseinandersetzungen, in denen Gewalt bereits eine Rolle spielte.
Für Wacker bedeuteten die 15 Jahre Gefängnis, zu denen er verurteilt wurde, jedoch ab 1937 den Auftakt zu vielen Jahren Aufenthalt in mehreren nationalsozialistischen Arbeits- und
Konzentrationslagern, bis er im Februar 1944 im Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek in Polen ermordet wurde.
Matthias Rohde beleuchtet in seinem Vortrag den komplexen Lebensweg Wackers, geprägt von autoritären Strukturen und Gewalt.
Er untersucht die Grauzonen zwischen Täter- und Opferrolle – eine Zeitreise vom Deutschen Kaiserreich bis in die Zeit des Nationalsozialismus.
Tauchen Sie ein in diese verflochtene Familiengeschichte und entdecken Sie die Zwischentöne einer Vergangenheit, die weit über diesen einzelnen Kriminalfall hinausreichen.
Wir freuen uns über zahlreichen Besuch.
Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.