19, ledig, Sekretärin bei DAW
„Ich brauche Farbe für meine neue, kleine Wohnung, die ich mir mit meinem Gehalt nun leisten kann. Die Firma DAW hat bestimmt etwas Passendes im Angebot.“
Mit jeder historischen Person erleben Sie einen ganz eigenen Rundgang durch die Ausstellung.
zur Ausstellung
9, Schülerin, Tochter von Georg Friedrich
„Mein Vater hat gesagt, dass ich mal wieder zum Friseur muss. Eigentlich will ich nicht, da ich meine lange Haare toll finde und wir auch nicht viel Geld haben.“
40, verheiratet, 5 Kinder, Kammmacher bei G.F. Heim Söhne
„Mein Küchenschrank geht allmählich kaputt. Mal schauen, ob ich beim Schröbel einen neuen finde.“
29, verheiratet, 2 Kinder, Fahrmeister Neue Röhr Werke
„Ich muss heute noch meinen Einkauf im Kolonialwarenladen von Gustav Spieß erledigen.“
10, Schüler, Sohn von Josef
„Mein Vater hat mir aufgetragen, mich über den berühmtesten Sohn der Stadt, Georg Christoph Lichtenberg, zu informieren.“
35, verheiratet mit Georg, 2 Kinder
„Eigentlich wollte ich bei der Firma Heim nach neuen Steckkämmen schauen, musste aber feststellen, dass dort noch geschlossen ist.“
51, Besitzer der Möbelfabrik Schröbel
„Ein neues Auto wäre schon eine tolle Sache. Zumal ich gehört habe, dass die von Röhr zu den modernsten im Deutschen Reich zählen sollen.“
Zu einem weiteren interessanten Vortrag laden wir Sie herzlich ein.
Am Freitag, den 06. November 2026, 19.30 Uhr,
im Scheunensaal der Hammermühle Ober-Ramstadt berichtet Dr. Matthias Rohde über
„Gewalträume - das Leben des Karl Wacker (1897-1944) aus Nieder-Ramstadt“.
Im März 1929 erschoss Karl Wacker seine Frau Sophie auf ihrem Bauernhof in Schönnen bei Erbach im Odenwald. Aus einer erfolgreichen Unternehmerfamilie stammend – sein Vater
Philipp war Mitgründer von „Wacker & Doerr“, damals ein führender Betrieb im Landkreis Darmstadt-Dieburg – erscheint seine Einordnung als Täter aufgrund der vorliegenden Beweise
klar. Diese Tat bildete den schrecklichen Abschluss einer längeren Phase familiärer Auseinandersetzungen, in denen Gewalt bereits eine Rolle spielte.
Für Wacker bedeuteten die 15 Jahre Gefängnis, zu denen er verurteilt wurde, jedoch ab 1937 den Auftakt zu vielen Jahren Aufenthalt in mehreren nationalsozialistischen Arbeits- und
Konzentrationslagern, bis er im Februar 1944 im Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek in Polen ermordet wurde.
Matthias Rohde beleuchtet in seinem Vortrag den komplexen Lebensweg Wackers, geprägt von autoritären Strukturen und Gewalt.
Er untersucht die Grauzonen zwischen Täter- und Opferrolle – eine Zeitreise vom Deutschen Kaiserreich bis in die Zeit des Nationalsozialismus.
Tauchen Sie ein in diese verflochtene Familiengeschichte und entdecken Sie die Zwischentöne einer Vergangenheit, die weit über diesen einzelnen Kriminalfall hinausreichen.
Wir freuen uns über zahlreichen Besuch.
Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.
Machen Sie mit im Museumsverein Ober-Ramstadt! Immer montags ab 19 Uhr im Bahnhof Ober-Ramstadt. Jeder kann unverbindlich vorbeikommen und sich informieren. Die Vereinsmitglieder geben gerne Auskunft.
Werden Sie aktives oder gerne auch passives Mitglied im Museumsverein Ober-Ramstadt e.V. Wir machen die Ober-Ramstädter Geschichte lebendig!